SIDNEY MÄDER · WARUM DAS ALLES?

Warum eigentlich
so viel?
Gute Frage.

Ich könnte jetzt schreiben, dass hinter allem ein grosser Plan steckt. Tut es aber nicht. Ich habe nie beschlossen, möglichst viele Fähigkeiten, Hobbys oder technische Themen anzusammeln. Vieles ist einfach entstanden, weil mich etwas interessiert hat, etwas nicht funktioniert hat oder ich wissen wollte, ob man es irgendwie anders machen kann.

Wie es wirklich entstanden ist

Vieles fing einfach mit „Wieso eigentlich?“ an.

Wahrscheinlich ist das der einfachste gemeinsame Nenner. Ich kann Dinge schlecht einfach stehen lassen, wenn ich sie nicht verstehe.

Eine kleine Frage bleibt bei mir selten klein.

Wenn beispielsweise bei einem Gerät etwas nicht funktioniert, könnte man natürlich einfach sagen: kaputt, ersetzen, erledigt. Ich will dann meistens trotzdem wissen, weshalb es kaputt ist.

Dann wird aus einer kurzen Frage plötzlich eine Suche nach technischen Daten, Steckern, Spannungen, Einstellungen, Bauteilen, Erfahrungsberichten oder irgendeinem Detail, das am Anfang überhaupt nicht auf dem Plan stand.

Das passiert mir bei Computern und Smartphones genauso wie bei Fahrzeugen, Lautsprechern, Werkzeug, Smart Home, 3D-Druck oder handwerklichen Sachen.

Und nein: Das ist nicht immer besonders effizient. Manchmal wäre die vernünftigste Lösung tatsächlich gewesen, es einfach so zu lassen. Mache ich aber nicht immer.

SCHON EHER ICH
„Warte. Das muss doch irgendwie gehen.“
Erst eine Idee. Dann schaue ich, ob sie technisch überhaupt Sinn ergibt.
Dann ausprobieren. Manchmal funktioniert es. Manchmal überhaupt nicht.
Dann nochmals. Andere Lösung, andere Einstellung, anderer Aufbau.
Und manchmal: zurück auf Anfang. Gehört ebenfalls dazu.
Was dabei gerne vergessen wird

Es funktioniert längst nicht alles, was ich ausprobiere.

Das gehört genauso zu mir wie die Dinge, die am Ende funktionieren.

RÜCKBAU

Manchmal war die ursprüngliche Lösung besser.

Ich habe schon Dinge verändert, getestet und anschliessend wieder auf den ursprünglichen Zustand zurückgebaut, weil die Idee in der Praxis eben doch nicht besser war.

FALSCHE IDEE

Eine Theorie kann komplett danebenliegen.

Manchmal bin ich überzeugt, die Ursache gefunden zu haben, ändere etwas und merke danach: Nein. Das war es überhaupt nicht. Dann geht die Suche weiter.

BASTELN

Nicht jeder Versuch sieht elegant aus.

Provisorien, Testaufbauten, Kabel, Teile, mehrfaches Zerlegen und irgendwo nochmals nachmessen: Während eines Projekts sieht es nicht immer nach fertiger Lösung aus.

ZEIT

Aus zehn Minuten können zwei Stunden werden.

Vor allem dann, wenn ich irgendwo ein technisches Detail entdecke, das für die eigentliche Aufgabe vielleicht gar nicht so entscheidend gewesen wäre.

FEHLER

Natürlich mache ich auch einfach Fehler.

Falsch eingeschätzt, etwas übersehen, ein Teil falsch verstanden oder zu schnell etwas ausprobiert. Passiert. Entscheidend ist eher, was ich danach daraus mache.

AUFWAND

Manchmal ist der Aufwand objektiv zu gross.

Für mich kann es trotzdem interessant sein, weil ich danach mehr weiss als vorher. Wirtschaftlich sinnvoll und interessant sind nicht immer dasselbe.

Eine meiner weniger praktischen Seiten

Ich kann mich ziemlich in Details verlieren.

Das ist gleichzeitig hilfreich und manchmal komplett unnötig. Wenn mich etwas interessiert, möchte ich oft nicht nur wissen, welche Lösung funktioniert, sondern weshalb genau diese funktioniert und eine andere nicht.

„Welche Dimension genau?“ Nicht ungefähr. Nicht „wird schon gehen“. Wenn es relevant ist, möchte ich die genaue Grösse, Leistung, Ausführung oder technische Grenze wissen.
„Aber weshalb?“ Eine Antwort ohne Erklärung reicht mir oft nicht. Ich möchte den Zusammenhang dahinter verstehen.
„Was passiert, wenn ich das ändere?“ Andere Leitung, anderes Gehäuse, andere Einstellung, andere Software, anderer Aufbau. Genau solche Unterschiede finde ich interessant.
„Gibt es noch einen anderen Weg?“ Wenn Lösung A nicht geht, suche ich meistens B. Und wenn B auch nicht geht, wird C interessant.
Woher das Können kommt

Nicht aus einem einzigen Beruf. Nicht aus einem einzigen Hobby.

Es ist eher eine Mischung aus Ausbildung, Arbeit, eigenem Interesse und ziemlich vielen Dingen, die ich irgendwann einfach selbst ausprobieren wollte.

LOGISTIK

Struktur, Abläufe und Verantwortung.

Meine Ausbildung als Logistiker EFZ hat mir vor allem beigebracht, strukturiert zu arbeiten, Reihenfolgen einzuhalten, Warenflüsse zu verstehen und auch bei vielen einzelnen Aufgaben den Überblick zu behalten. Das klingt erstmal nicht besonders technisch. Bei Fehlersuche hilft genau diese Art zu denken aber enorm.

HANDWERK

Theorie reicht nicht.

Bei Montage und Sanitärarbeiten zählt am Ende, ob Masse stimmen, Teile passen und die Sache tatsächlich funktioniert.

COMPUTER & SMARTPHONES

Wahrscheinlich eines meiner ältesten Technikthemen.

Einrichten, reparieren, Softwareprobleme, Einstellungen, Daten, Hardware und die Frage, weshalb sich zwei Geräte unterschiedlich verhalten. Daraus kam viel von meinem technischen Grundverständnis.

ELEKTRONIK & AUDIO

Strom, Signale und sehr viele Kabel.

Verstärker, Lautsprecher, Subwoofer, High-Level-Signale, Impedanzen, Filter und Stromversorgung haben mir gezeigt, wie stark kleine technische Details das Resultat verändern können.

3D-DRUCK

Idee rein. Teil raus.

Zumindest theoretisch. In der Realität: messen, konstruieren, drucken, feststellen, dass etwas nicht passt, ändern und nochmals drucken.

FAHRZEUGE

Ein Bereich, bei dem ich besonders gerne viel zu tief einsteige.

Ansaugung, Audio, Elektrik, Reifen, Felgen, Fahrverhalten, Umbauten, Geräusche, Teile und die Frage, was technisch sinnvoll oder überhaupt zulässig ist. Gerade beim Auto habe ich schon oft gemerkt, dass eine Idee im Kopf besser klingt als später in der Praxis. Und genau dadurch lernt man.

FOTO & VIDEO

Nicht alles muss nur technisch korrekt sein.

Fotografie, RAW-Bearbeitung, Video, Schnitt und Gestaltung geben der ganzen Technikseite noch etwas anderes: Wirkung, Perspektive und Kreativität.

DIY

Vieles entstand, weil ich nichts Passendes fand.

Dann wird halt gemessen, angepasst, kombiniert, umgebaut oder etwas selbst hergestellt. Nicht immer schön beim ersten Versuch. Aber meistens interessant.

Geduld?

Ich weiss nicht, ob Geduld überhaupt das richtige Wort ist.

Oft ist es eher so, dass mich etwas nicht in Ruhe lässt.

WAS VON AUSSEN WIE GEDULD AUSSIEHT

Ich kann sehr lange an einem Problem bleiben.

Vor allem dann, wenn ich überzeugt bin, dass irgendwo eine Erklärung vorhanden sein muss. Dann messe ich nochmals, suche andere Informationen, schaue mir andere Lösungen an oder baue etwas nochmals auseinander.

Das kann Stunden dauern. Und manchmal frage ich mich danach selbst, weshalb ich dafür eigentlich so viel Zeit gebraucht habe.

WAS ES AUCH IST

Frust, Hartnäckigkeit und „jetzt erst recht“.

Wenn etwas nicht klappt, finde ich das natürlich nicht entspannt interessant. Es kann mich genauso nerven. Der Unterschied ist eher, dass ich dann trotzdem oft weiter wissen möchte, weshalb es nicht funktioniert.

Also: Geduld vielleicht. Aber sicherlich nicht immer die ruhige Variante davon.

Realistisch betrachtet

Viel Interesse bedeutet nicht automatisch überall Fachwissen.

Genau diese Unterscheidung ist mir wichtig. Ich möchte auf dieser Website nicht so tun, als wäre ich in jedem Thema ausgebildeter Spezialist.

01

Beruflich gelernt

Bereiche, in denen Ausbildung, Berufserfahrung und echte praktische Verantwortung dahinterstehen. Dazu gehört beispielsweise meine Ausbildung in der Logistik.

02

Praktisch gelernt

Dinge, die ich durch Arbeiten, Umbauten, Reparaturen und eigene Projekte immer wieder selbst gemacht habe. Das ist echte Erfahrung, aber nicht dasselbe wie ein Fachabschluss.

03

Interessiert & lernend

Und dann gibt es Themen, bei denen ich mich gut auskenne, weil ich mich intensiv damit beschäftige, aber trotzdem jederzeit noch Neues lernen kann. Davon habe ich ziemlich viele.

WARUM ICH TROTZDEM IMMER WIEDER DAMIT ANFANGE

Weil ich den Moment mag, wenn aus „Keine Ahnung“ irgendwann „Ah, deshalb.“ wird.

Wahrscheinlich ist das die ehrlichste Erklärung. Nicht weil ich möglichst viele Fähigkeiten vorweisen möchte. Sondern weil ich Dinge tatsächlich gerne verstehe. Wenn etwas vorher keinen Sinn ergibt und nach einigem Probieren, Nachlesen, Zerlegen, Messen oder Nachdenken plötzlich logisch wird, ist das für mich ziemlich befriedigend.

Und wenn am Ende zusätzlich noch etwas funktioniert, das vorher nicht funktioniert hat, umso besser.

ALSO: WARUM DAS ALLES?

Wahrscheinlich, weil ich einfach schlecht darin bin, eine interessante Frage unbeantwortet zu lassen.

Ich weiss nicht alles. Ich kann auch nicht alles. Und manche meiner Ideen funktionieren beim ersten Versuch überhaupt nicht. Aber wenn mich etwas interessiert oder ich ein Problem lösen möchte, lasse ich meistens nicht besonders schnell locker.

Vieles von dem, was ich heute kann, ist genau daraus entstanden.

ImpressumDatenschutzinformation